Spuren der Geschichte unter dem Putz der Gegenwart verborgen

Es ist eine Art Bewegung geworden: Überall in der Region berufen sich Menschen auf das kulturelle und bauliche Erbe ihrer Heimatstädte. Egal, ob in Münchberg (siehe dazu die Homepage der AG Fachwerkhaisla) oder auch in Bayreuth, wo sich Norbert Hübsch für die Freilegung der alten Fassaden einsetzt. Jeder, unbedacht der Tatsache, ob er sich für alte Bautechniken begeistern kann, oder sich nur am schönen Anblick erfreut, weiss gut restaurierte Fachwerkhäuser zu schätzen. Dass der Bayreuther und Hofer Raum keinerlei Bezug zu diesem gerade in der Fränkischen Schweiz bis heute stark vertretenen Stil hat, ist leicht durch die vielen Ortsbrände zu erklären, die zahllose der mittelalterlichen Strukturen zerstört haben. Daher jedoch ist es m. E. nach umso wichtiger, die letzten erhaltenen Exemplare entsprechend zu schützen, um damit nicht allein die Konstruktionen des 19. Jahrhunderts ins rechte Licht zu rücken, sondern alle Kapitel der Vergangenheit angemessen zu beleuchten. Wer ein historisches Fachwerk an seinem Wohnhaus vermutet, kann sich übrigens jederzeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege in Verbindung setzen, um sich zu einer womöglichen Freilegung beraten zu lassen.

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